29.9.2025

Modellgestützte Systementwicklung und Systemvalidierung in einem ­Software-als-Produkt-Kontext

Case Study Aumovio (ehemals Continental)

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Der Kunde

Als Technologieunternehmen bietet Aumovio die richtige Kombination aus Hardware, Software und Dienstleistungen für aktuelle und zukünftige Herausforderungen der Mobilität.

Die Herausforderung

Ermöglichung von modellbasierter Systementwicklung und Closed-Loop-Systemvalidierung für eine elektrische Heckklappe mit hinreichender Genauigkeit des Systemverhaltens in einem Software-as-a-Product (SWaaP)-­Kontext, basierend auf einem virtuellen L1-Steuergerät (vECU).

Die zentrale Herausforderung in einem SWaaP-Anwendungsfall besteht darin, modellbasierte Systementwicklung und Closed-Loop-Systemvalidierung des Systemverhaltens zu ermöglichen, ohne dass reale Hardware zur Verfügung steht. Dies geschieht mit dem Ziel, den Aufwand für die System- und Softwareentwicklung, -integration und -validierung in eine frühere Phase des Entwicklungszyklus zu verlagern. 

Der gewählte Ansatz basiert auf der Generierung eines virtuellen Systemäquivalents, das für die System- und Softwareentwicklung sowie für die Validierung von Closed-Loop-Systemen verwendet werden kann. Kritische Entwurfsparameter und Herausforderungen für das virtuelle Heckklappensystem sind:

  • Zeitauflösung und -synchronisation
  • Stabilität des Closed-Loop-Systemverhaltens
  • Äquivalenz von virtuellem und realem Systemverhalten und Validierung (z.B. Genauigkeit für Pinch Detection)
  • Wiederverwenden bestehender HIL-Modelle
  • Komplexität der Integration von Softwarekomponenten in das virtuelle System / Steuergerät
  • Fähigkeit zur Durchführung automatisierter Tests

Die Lösung

Generierung von digitalen Zwillingen für jede Systemkomponente und deren Vernetzung.

Das reale System besteht aus einer Motorsteuerungs-Applikation auf einem realen Steuergerät und zusätzlichen Hardware-Elementen zur Steuerung der Heckklappe (z.B. Motor, Hall-Sensor, H-Brücke). Im virtuellen System wird die Motorsteuerungsanwendung als Softwarekomponente (MotCtrl) auf einer vECU gehostet, welche mit vVIRTUALtarget erstellt wurde. Ein Simulink-basiertes Modell für die Heckklappe, bestehend aus H-Brücke, Elektromotor, mechanischer Simulation und Sensorik, vervollständigt das virtuelle System. Sowohl die vECU als auch das virtuelle Modell sind in eine CANoe Umgebung inte­griert und werden dort ausgeführt, was den Aufwand für ihre Verknüpfung reduziert. Die vECU und das virtuelle Modell werden innerhalb der CANoe Simulationsumgebung mittels einer CAPL-basierten Verbindungskomponente verbunden. CANoe als Ausführungsumgebung gewährleistet die zeitliche Synchronisation zwischen den verschiedenen Teilen der Simulation.

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Virtueller Testaufbau für die Prüfung des geschlossenen Kreislaufs der elektrischen Heckklappe

Die Vorteile

Höhere Qualität und geringere Kosten durch vorgelagerte Software- und Systementwicklung, sowie Integration und Validierung auf Basis des digitalen Zwillings.

  • Einfache Integration von SWC in die vECU
  • Einfache Einbettung des Anlagenmodells in CANoe
  • Wiederverwendbarkeit von Softwarekomponenten und HIL-Modellen für das reale Zielsystem
  • Vorbereitung der Ziel-Hardware-Integration
  • Closed-Loop-Tests und Debugging ohne reales ­Hardware-System möglich
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Die treibende Kraft hinter dieser Success Story
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