CANdelaStudio – Plug-Ins für automatisierte Verfolgbarkeit von Diagnose-Requirements

Case Study AUO Mobility Solutions

CANdelaStudio
Diagnose
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Der Kunde

AUO Mobility Solutions in Lippstadt zählt weltweit zu den führenden Unternehmen für Human Machine Interface‑Systeme (HMI), Klimabedienlösungen und Thermomanagement für die Automobilindustrie. Als Teil der AUO Mobility Solutions Corporation (AMSC) gestaltet AUO Mobility Solutions gemeinsam mit Fahrzeugherstellern die Entwicklung innovativer Cockpitlösungen und prägt so den Fahrzeuginnenraum der Zukunft.

Die Herausforderung

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Die Entwicklung hochmoderner Bedien- und Anzeigesysteme erfordert Diagnoselösungen, die präzise auf die spezifischen Anforderungen der jeweiligen Fahrzeughersteller zugeschnitten sind. Dabei sind alle DTCs (Diagnostic Trouble Codes) und Diagnose-Identifier (SID, DID, RID) betroffen. Eine konsequente und vollständige Erfassung dieser Anforderungen ist entscheidend für eine wirksame Qualitätskontrolle.

Bei AUO Mobility Solutions haben sich die neuen CANdelaStudio Requirements Plugins als entscheidender Baustein für die Automatisierung der gesamten Traceability-Kette bewährt. Damit schaffen sie die Grundlage für eine durchgängige Nachvollziehbarkeit über den gesamten Projektverlauf – entsprechend den Anforderungen von ASPICE.
Herr Benedikt Wübbeke
Technical Lead für Diagnose bei AUO Mobility Solutions

Die Lösung

Bisher wurden die Anforderungen an die Diagnose-Services über das gesamte OEM-Projekt hinweg teilweise manuell verwaltet. Heute lässt sich die Konsistenz dieser Anforderungen zwischen dem Diagnosespezifikations-Tool CANdelaStudio und dem IBM® Requirement Management Tool DOORS® automatisiert sicherstellen. Basis dieser Prozessverbesserung sind die in CANdelaStudio verfügbaren Requirement-Plugins sowie zwei einfache C‑Skripte.

Die Plugins ermöglichen die lückenlose Erfassung von diagnosebezogenen Anforderungen von Beginn an. Sie sichern somit die vollständige Rückverfolgbarkeit zwischen Requirement-Management-Tool und CANdelaStudio über die gesamte Projektlaufzeit.

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Automatisierungsverlauf mit CANdelaStudio und Requirements-Management-Tool

Der Automatisierungsverlauf ist denkbar einfach und erfolgt in 4 Schritten, die im Lauf des Projekts wie im Bild dargestellt wiederholt werden:

  1. Das CANdelaStudio Export Plugin erzeugt aus der kundenseitig bereitgestellten und von AUO Mobility Solutions erweiterten CANdelaStudio Beschreibungsdatei (CDD-Datei) eine Tabelle (CSV-Datei) mit allen Diagnoseobjekten, Services und deren eindeutigen Referenzpfad. Beim ersten Export bleibt die Requirement-ID leer, da diese Kennungen erst anschließend im Requirements-Management-Tool vergeben werden. Zugleich wird über das Plugin ein neues Attribut zur Speicherung der Requirement-IDs in das CDD-Datenmodell eingefügt.
  2. Ein von AUO Mobility Solutions entwickeltes Script importiert die noch nicht erfassten Diagnoseobjekte samt Beschreibung und Referenzpfad in das Requirement-Management-Tool, wo automatisch pro Diagnose-Objekt eine neue Anforderung mit eigener Requirement-ID vergeben und mit dem CANdelaStudio-Referenzpfad verknüpft wird. Der Anwender verifiziert dabei einfach über den Referenzpfad die Detaillierung jeder Anforderung.
  3. Ein weiteres Skript exportiert anschließend aus dem Requirement-Management-Tool alle vergebenen Requirement-IDs zusammen mit den zugehörigen CANdelaStudio Referenzpfaden.
  4. Das CANdelaStudio Import Plugin liest die um die Requirement-IDs ergänzte Tabelle (CSV-Datei) wieder ein. Dabei ordnet das Plugin die Requirement-ID über den eindeutigen Referenzpfad korrekt in der CDD-Datei zu und trägt sie im dazu gehörenden Attribut des betroffenen Diagnose-Objekts ein. Somit ist die vollständige Anforderungsverfolgung hergestellt.

Die Vorteile

CANdelaStudio in Kombination mit den Requirement-Plugins bietet AUO Mobility Solutions klare Mehrwerte entlang des gesamten Diagnose-Entwicklungsprozesses:

  1. Zentrale und konsistente Diagnose-Datenbasis:
    Die CDD-Daten dienen als zentrale, durchgängige Quelle für alle diagnosebezogenen Informationen.
  2. Effiziente Konfiguration der AUTOSAR-Diagnose-BSW:
    Auf Basis der CDD-Datei erzeugt CANdelaStudio automatisch eine DEXT-Datei, das als Grundlage für die Konfiguration der AUTOSAR diagnosebezogenen Basissoftware dient.
  3. Verlässliche Grundlage für Verifizierung und Absicherung:
    Die CDD-Datei bildet zugleich die Basis für die Software-Verifizierung im Prüflabor.

 

Auch in zukünftigen Projekten, in denen der Fahrzeughersteller statt der CANdelaStudio Daten ein Diagnostic EXTract (DEXT) bereitstellt, wird AUO Mobility Solutions mit CANdelaStudio einen durchgängigen und effizienten Diagnoseprozess sicherstellen. Durch den Import der DEXT-Daten und die Erzeugung einer AUO-internen CDD-Datei ermöglicht CANdelaStudio die Entstehung einer einheitlichen, zentralen Datenbasis für Dokumentation, Anforderungsverfolgung und Verifizierung. Damit bleiben etablierte Prozesse unabhängig vom Eingangsformat des OEMs zukünftig erhalten.

Gleichzeitig bildet die CDD-Datei auch in diesem Fall die zentrale Quelle für das Prüflabor und schafft optimale Voraussetzungen, um Diagnosefunktionen in CANoe nahen Umgebungen effizient zu testen, gezielt zu verändern und Fehlerzustände reproduzierbar abzubilden. Besonders bei komplexen DTCs mit umfangreicher Beschreibung und erhöhtem Testaufwand bietet dieses Vorgehen klare Vorteile. Zusätzlich sorgt die geplante Umstellung des Requirement-Managements von DOORS® auf Polarion® für keine Brüche im Tool-Prozess, da die Requirement-Plugins von CANdelaStudio unverändert weiter genutzt werden können.

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Die Technologie hinter diesem Erfolg
CANdelaStudio - ein einfaches und zugleich effizientes Tool zur Erzeugung und Bearbeitung einer formellen Diagnosespezifikation für Fahrzeug-Steuergeräte.
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