
Security Manager
Der Security Manager verbindet Vector Werkzeuge mit OEM-spezifischen Cybersecurity-Implementierungen und schafft einen einheitlichen Workflow für Test, Simulation und Validierung.
Add-ons übernehmen die Einbindung der jeweiligen Cybersecurity-Mechanismen im Hintergrund. So arbeiten Sie mit denselben Werkzeugen und Prozessen über unterschiedliche Steuergeräteplattformen und OEM-Anforderungen hinweg.
Das Prinzip des Security Managers...
...mit und ohne Zugriff auf OEM-spezifische Backends.
Ihre Vorteile auf einen Blick
- Ein Profil. Viele Werkzeuge.
Nutzen Sie dieselben Security-Profile in allen Vector Werkzeugen und reduzieren Sie den Aufwand für Konfiguration und Pflege. - Für OEM-spezifische Cybersecurity-Konzepte ausgelegt
Security Add-ons übernehmen OEM-spezifische Konfigurationen, Algorithmen und Backend-Anbindungen im Hintergrund. - Eine Schnittstelle für alle Cybersecurity-Funktionen
Zentraler Zugriff auf Cybersecurity-Funktionen über alle Vector Werkzeuge hinweg – unabhängig von den zugrunde liegenden Implementierungen.
Dienstleistungen
Secure Onboard Communication (SecOC)
SecOC schützt und authentifiziert die Kommunikation zwischen Steuergeräten mithilfe von Message Authentication Codes (MACs). Nur Nachrichten mit gültigen MACs werden von Steuergeräten akzeptiert und können in Simulations- und Testumgebungen verarbeitet werden.
Für Vector Werkzeuge übernimmt der Security Manager gemeinsam mit den OEM Security Add-ons* die Erzeugung und Validierung der erforderlichen MACs. Die dafür benötigten Informationen, beispielsweise geheime Schlüssel und Freshness Values, werden zentral im Security Manager verwaltet.
* Für zahlreiche OEMs stehen OEM Security Add-ons zur Verfügung. Diese enthalten die jeweiligen OEM-spezifischen Cybersecurity-Algorithmen und Abläufe und vereinfachen die Nutzung von SecOC-Funktionen in den Vector Werkzeugen. OEM-spezifische Details bleiben dabei in den Add-ons gekapselt, während Anwender mit einem konsistenten Workflow arbeiten.
Secure Diagnostics durch Authentifizierung
Nur vertrauenswürdige Tester erhalten Zugriff auf Diagnosedienste. Nach erfolgreicher Authentifizierung schaltet der Security Manager Diagnosefunktionen und kritische Vorgänge wie das Flashen und die Variantencodierung frei. In Verbindung mit den entsprechenden OEM Add-ons führt er die erforderlichen Sicherheitsprozesse nahtlos und zuverlässig aus.
Transport Layer Security (TLS/DTLS)
TLS schützt die Client-Server-Kommunikation über TCP- und UDP-basierte Verbindungen. Der Security Manager stellt die erforderlichen TLS-Funktionen für die Ethernet-Kommunikation bereit und vereinfacht die Konfiguration sowie die Validierung TLS-geschützter Anwendungen.
Verwalten Sie Zertifikate, Zertifikatsketten und Cipher Suites zentral an einem Ort. So konfigurieren Sie sichere Kommunikationsverbindungen effizient und schaffen die Grundlage für reproduzierbare Tests und eine zuverlässige Validierung.
Internet Protocol Security (IPsec)
IPsec schützt die Kommunikation auf IP-Ebene und sichert Vertraulichkeit, Authentizität und Integrität des Datenaustauschs. Dadurch profitieren darüberliegende Protokolle wie SOME/IP, DoIP, TLS und HTTP von zusätzlichen Cybersecurity-Funktionen, ohne selbst angepasst werden zu müssen.
Der Security Manager stellt einen IPsec-Stack mit zentralen Funktionen wie Authentication Header (AH) und IKEv2-basiertem Schlüsselaustausch für zertifikatsbasierte Verbindungen bereit. Sicherheitsprofile bündeln dabei Cipher Suites, Zertifikate und Richtlinien und vereinfachen die Konfiguration. Vorhandene StrongSwan-Konfigurationen lassen sich übernehmen, um die Einrichtung von IPsec-VPNs zu beschleunigen.
Media Access Control Security (MACsec)
MACsec (Media Access Control Security) schützt die Kommunikation zwischen Netzwerkknoten auf Ethernet-Ebene durch Authentifizierung und Verschlüsselung von Datenpaketen. Der Standard IEEE 802.1AE definiert die Absicherung der Ethernet-Kommunikation und schützt damit den Datenaustausch für alle darüberliegenden Protokollschichten.
Der Security Manager stellt die folgenden Implementierungen zur Verfügung:
- MACsec (IEEE 802.1AE-2018) für sichere Ethernet-Kommunikation.
- Das MACsec-Key-Agreement-Protokoll (MKA) (IEEE 802.1X-2020) für sicheres Schlüsselmanagement und Aufbau der Verbindung.
Die Lösung unterstützt ein Steuergerät pro Ethernet-Netzwerk in Restbussimulationen. Eine hardwarebasierte MACsec-Unterstützung ist für zukünftige Versionen geplant.
Ein spezielles MACsec-Sicherheitsprofil bündelt alle Parameter, die zum Aufbau einer MACsec-Verbindung erforderlich sind, und gewährleistet so eine einheitliche Konfiguration in software- und hardwarebasierten Umgebungen.
Möchten Sie erfahren, wie sich MACsec-geschützte Kommunikation effizient testen lässt? In diesem Tutorial-Video zeigt Julia den Aufbau einer Testumgebung mit CANoe, dem Security Manager und der VN5620-Schnittstelle. Außerdem erläutert sie die Konfiguration der relevanten Parameter Schritt für Schritt.
Sichere V2X-Kommunikation
Verwalten Sie V2X-PKIs ganz einfach. Der Security Manager unterstützt Zertifikate für Europa (ETSI 103 097), die USA (IEEE 1609.2) und China (YD/T 3957-2021) in einem einzigen Profil.
- Flexible Zertifikatsverwaltung: Erzeugen, importieren und exportieren Sie Zertifikate, einschließlich Zertifikaten für Fehler- und Validierungsszenarien.
- Direkte ECTL-Integration: Rufen Sie die neuesten Zertifikate aus der European Certificate Trust List online ab und importieren Sie diese.
- Nahtlose CANoe-Integration: Verwenden Sie Zertifikate direkt in CANoe, um Sicherheits-Header für V2X-Botschaften zu generieren.
Dadurch erhalten Sie einen einheitlichen Arbeitsablauf für das Testen, Simulieren und Validieren sicherer V2X-Kommunikation.
Verwaltung und Konfiguration von Security-Parametern
Verwalten Sie Cybersecurity-Parameter zentral an einem Ort. Der Security Manager nutzt Profile, um Sicherheitsdienste und Algorithmen über alle Arbeitsschritte hinweg konsistent zu konfigurieren.
- Flexible Schlüsselverwaltung: Importieren und verwalten Sie symmetrische Schlüssel zentral – direkt, in Containern oder in OEM-spezifischen Formaten.
- Zentrale Verwaltung von Zertifikaten: Organisieren Sie Zertifikatsketten und Zertifikatshierarchien in PKI-Profilen und nutzen Sie diese für TLS- und Diagnoseanwendungen.
- Integrierte Backend-Anbindung: Der Security Manager bindet OEM-spezifische Backend-Systeme im Hintergrund an und stellt zertifikatsbasierte Funktionen für Ihre Werkzeuge bereit.
Das Ergebnis: weniger Komplexität, konsistente Konfigurationen und ein schnellerer Zugriff auf Cybersecurity-Funktionen.