
Liebherr & GL Logger – eine Zusammenarbeit für erfolgreichere Entwicklungsprojekte.
Der Kunde
Die Liebherr-Werk Ehingen GmbH beliefert den weltweiten Kranmarkt und gehört zu den führenden Herstellern von Mobil- & Raupenkranen. Mit dem breiten Produktportfolio an Teleskop-Mobilkranen und Gittermastkranen kann jede Herausforderung gemeistert werden. Die Krane aus Ehingen kommen weltweit bei der Errichtung von Windkraftanlagen, im Industrie- und Anlagenbau, in der Infrastruktur, im Tagebau sowie in der Baubranche zum Einsatz.
Die Herausforderung
Universelle Anwendbarkeit bringt Komplexität mit sich
Liebherr führt aktuell sukzessive in ihre neuen Produkte die hochmoderne Kransteuerung LICCON3 ein. Diese leistungsfähige Kransteuerung umfasst neben den Funktionalitäten „Fahren“ auch sämtliche für den Kranbetrieb notwendigen Softwarebausteine.
Den großen Funktionsumfang und die Varianten der Steuerung der Mobilkrane zu validieren, stellt alle Beteiligten vor große Herausforderungen. Viele Subkomponenten und Teilsysteme sind mit der Kransteuerung vernetzt und benötigen so jeweils eine enge Abstimmung an den Schnittstellen.
Liebherr hat sich daher entschlossen, neben der üblichen Validierung in Versuchen zur Einführung von LICCON3 eine Felderprobung mit ausgewählten Kunden durchzuführen.
Die Lösung
Zwei All-Rounder: Geländegängig mit Verbindung
Liebherr setzt die GL Logger von Vector zur Messdatenerfassung ein. Diese werden im Kran verbaut und zeichnen vollkommen autonom die CAN-Kommunikation zwischen den Steuergeräten auf.
Zusätzliche Daten von Diagnoseschnittstellen der Steuergeräte werden vom GL Logger aktiv über Ethernet abgefragt.
Das ausgeklügelte Powermanagement der Logger sorgt dafür, dass die GL Logger jederzeit aufzeichnungsbereit sind, ohne in Ruhephasen die Fahrzeugbatterie zu belasten. Auch große Temperaturschwankungen an rauen Einsatzorten können den GL Loggern nichts anhaben.
So werden die GL Logger bereits über sehr lange Zeit erfolgreich und wartungsfrei betrieben.
Damit die aufgezeichneten Daten für die Entwicklungsabteilung möglichst zeitnah zur Verfügung stehen, werden diese mit Hilfe eines LTE-Routers regelmäßig an einen Server übertragen. Diese Informationen werden automatisiert ausgewertet und in Reports zusammengefasst, die dann in wöchentlichen Meetings zur Bewertung der Steuerung herangezogen werden.
Der Kranführer hat jederzeit die Möglichkeit, über einen Knopfdruck besondere Vorkommnisse zu melden. In diesem Fall werden die für die Entwicklungsabteilung relevanten Daten direkt weitergereicht, damit sich Experten sofort einen Überblick verschaffen können.
Sollte während der Felderprobungsphase die Entsendung eines Servicetechnikers noch notwendig sein, kann dieser bereits mit den Erkenntnissen der Entwicklung anreisen.
Die Vorteile
Folgende Eigenschaften unterstützen die Umsetzung des Projekts:
- Großer Betriebstemperaturbereich des GL Loggers erlaubt Einsatz unter widrigen klimatischen Bedingungen.
- Der Aufbau einer TCP-Verbindung durch den GL Logger zum Diagnosezugang der Steuergeräte ermöglicht es, wichtige Informationen direkt vom Steuergerät abzurufen.
- Zeitgesteuerte Datenübertragung, auch außerhalb der Betriebszeit des Kranes, erlaubt die frühzeitige Auswertung der Daten. Nach der Übertragung ist das Speichermedium wieder frei für die Fortsetzung der Messaufgabe.
- Auslösung der Übertragung durch den Kranführer liefert wichtige Daten im Vorfeld und Nachlauf von besonderen Ereignissen.