Smart Power Distribution

Power-Management-Software für Ladestandorte und Depots

Smart Power Distribution ist hardwareagnostische Power-Management-Software für Ladestandorte und Depot-Ladesysteme, die verfügbare Leistung über mehrere Ladepunkte verteilen müssen, ohne an proprietäre Leistungselektronik gebunden zu sein. Die Software läuft auf vSECC, vSECC.MCS oder jedem geeigneten Rechner und weist aktiven EV-Ladesitzungen Leistungselektronik-Kapazität nach Bedarf zu, statt jedem Ladepunkt ein festes Modul zuzuordnen. Wenn Fahrzeuge anstecken, laden und wieder abstecken, wird die Leistung in Echtzeit neu verteilt. So lässt sich bestehende Standortkapazität effizienter nutzen.

Feste Zuordnung von Leistungselektronik verschenkt Kapazität

In konventionellen DC-Ladearchitekturen hat jeder Ladepunkt seine eigene dedizierte PE-Einheit, die diesem Platz dauerhaft zugeordnet ist - unabhängig davon, ob dort gerade geladen wird.

Ungenutzte Leistungselektronik an jedem freien Ladeplatz

Ein Standort mit zwölf Ladeplätzen benötigt zwölf PE-Einheiten. Wenn nur drei Fahrzeuge laden, bleiben neun Einheiten ungenutzt. Investitionskosten skalieren mit Positionen, nicht mit Bedarf.

Hardwarekosten skalieren linear mit Ladepositionen

Weitere Ladeplätze bedeuten eins zu eins weitere PE-Einheiten - unabhängig von der tatsächlichen gleichzeitigen Last. Infrastrukturkosten skalieren mit Positionen, nicht mit Auslastung.

Keine Flexibilität für gemischte Standardarchitekturen

In einem Modell mit fester Zuordnung benötigen CCS- und MCS-Positionen jeweils eigene PE-Hardware. Ein Modul, das einem CCS-Ladeplatz zugeordnet ist, kann kein MCS-Fahrzeug versorgen, selbst wenn dieser CCS-Ladeplatz frei ist.

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So funktioniert Smart Power Distribution

Smart Power Distribution steuert einen Matrixschalter, der einen gemeinsam genutzten Pool von PE-Modulen mit allen Ladepunkten verbindet. vSECC weist Module aktiven Sitzungen nach Bedarf zu und gibt sie nach Sitzungsende in den Pool zurück.

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Schritt 1: EV verbindet sich und fordert Leistung an

Ein Fahrzeug wird angeschlossen. vSECC öffnet eine Kommunikationssitzung über ISO 15118 oder DIN SPEC 70121 und ermittelt den Leistungsbedarf des Fahrzeugs.

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Schritt 2: Smart Power Distribution wählt PE-Module aus und weist sie zu

Smart Power Distribution wählt PE-Module aus dem gemeinsamen Pool aus und schließt den Matrixschalter, um sie mit dem aktiven Ladepunkt zu verbinden. Die Zuweisung erfolgt rein softwarebasiert.

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Schritt 3: Module kehren nach Sitzungsende in den Pool zurück

Wenn die Sitzung endet, öffnet vSECC den Schaltpfad und gibt die Module wieder in den Pool frei. Sie stehen sofort jedem anderen Ladepunkt zur Verfügung.

Deployment Use Cases

Smart Power Distribution ist überall relevant, wo gemeinsam genutzte Leistungselektronik mehrere Ladepunkte versorgt und die gleichzeitige Belegung planbar unter der Gesamtkapazität liegt.

Flottendepot

Nächtliches Depotladen für gewerbliche Flotten: In einem Depot mit planbaren Lademustern - Fahrzeuge kommen abends an und fahren morgens ab - sind selten alle Ladeplätze über das vollständige Ladefenster gleichzeitig belegt. Smart Power Distribution ermöglicht es, mehr Parkpositionen mit weniger PE-Modulen abzudecken und das tatsächliche Profil der gleichzeitigen Last statt einer theoretischen Spitzenkapazität abzubilden.

Öffentliches HPC

High-Power-Laden mit variabler Belegung: Öffentliche HPC-Standorte haben über den Tag hinweg wechselnde Auslastung. Smart Power Distribution stellt sicher, dass aktive Ladeplätze die volle verfügbare Leistung aus dem gemeinsamen Pool erhalten, statt durch feste Pro-Ladeplatz-Zuweisungen begrenzt zu sein. Bis zu 30 % höhere Auslastung der installierten PE-Kapazität im Vergleich zu Architekturen mit fester Zuordnung.

Multi-Standard

Kombinierte CCS- und MCS-Ladeparks: Ein gemeinsamer PE-Pool kann CCS- und MCS-Ladepunkte über denselben Matrixschalter versorgen. Wenn kein MCS-Fahrzeug anwesend ist, stehen diese PE-Module für CCS-Sitzungen zur Verfügung - und umgekehrt. Ein einziger Hardwarepool deckt beide Standards ab, ohne Kapazität dauerhaft nach Steckertyp zu trennen.

Für standortweites Lade-, Last- und Energiemanagement oberhalb der Hardwareebene integriert sich vCharM in vSECC-basierte Architekturen und managt das Laden aller verbundenen Fahrzeuge anhand betrieblicher Anforderungen und verfügbarer Netzkapazität.

Aktuelles und Veranstaltungen

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